Gemeinde, Kontakt

Pfarramt besetzt und erreichbar über

Telefon
0911 – 23 95 62 0
Fax
0911 – 23 95 62 19
Email
pfarramt@nikodemuskirche-nbg.de
Sekretariat
Vormittags:    Gabriele Röttig
Nachmittags: Brigitte Hartmann

Bitte beachten Sie:
Es findet kein Besucherverkehr statt!

 

In der Regel sind wir telefonisch erreichbar:
Montag  10-12  
Dienstag  10-12  14-16
Mittwoch 10-12  14-16
Donnerstag 10-12  14-16
Freitag    12-14

Beachten Sie die reduzierten Öffnungszeiten:

 

 

Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise auf dem Anrufbeantworter!

 

 

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Gemeinde, Glaube

Herzlich willkommen im Gottesdienst

In der Nikodemuskirche-Nürnberg feiern wir am Sonntag um 9.30 Uhr Gottesdienst. Auch Taufen, Trauungen und Trauerfeiern finden unter Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen in der Kirche statt, sogar Abendmahlsfeiern sind unter Beachtung besonderer Verhaltensregeln möglich.

Vor allem aber: Sie sind herzlich willkommen!
Beim Betreten des Eingangs am Aufzug, am Kirchplatz werden Sie von unserem Kirchenvorstandsteam begrüßt. Sie erhalten Informationen zum Gottesdienst und zum Gemeindeleben. Falls erforderlich gelangen Sie barrierefrei per Aufzug direkt in die Kirche. Am Ende des Gottesdienstes verlassen Sie die Kirche mit Abstand zueinander durch das Hauptportal. Dort wird auch die Kollekte erbeten.

Wie läuft das konkret ab?

Die Stühle stehen im Halbkreis. So ist Platz für bis zu 50 Besucher mit Sicherheitsabstand von 2 Metern. Singen ist mit Maske erlaubt. Paare, auch Familienangehörige dürfen Ihre Stühle zusammenrücken! Vor dem und beim Eintreten halten wir 1,5 Meter Abstand, tragen eine Mund-Nasen-Maske, desinfizieren am Eingang unsere Hände und geben unsere Kontaktdaten ( Familienname und Telefonnummer) an, damit Infektionsketten nachverfolgt werden könnten. Diese Listen werden datenschutzkonform aufbewahrt und dann vernichtet.

Was wird konkret zum Schutz der Besucher getan?

Wer ansteckend krank ist, oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem aktuell erkrankten Covid 19 Patienten hatte, Anzeichen von Fieber oder Husten hat, nimmt nicht am Gottesdienst teil. Dies gilt als Selbstverpflichtung:

Ganz herzlichen Dank für Ihr Interesse, Ihre Beteiligung, Ihr Engagement, Ihre Spende! Behüt Sie Gott!

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Hier finden Sie eine kurze Vorschau auf die kommenden Gottesdienste, Wir freuen uns, Sie dort zu treffen!


11. Oktober 2020 9.30h Pfarrer Langmann
18. Oktober 2020 9.30h Diakonin Höpfner
25. Oktober 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
1. November 2020 9.30h „Ich bin gerne evangelisch!“-
über unseren Glauben nachdenken und reden.
Es besteht die Möglichkeit, bei der Vorbereitung und Gestaltung mitzuwirken. Kontakt/Absprache mit Pfrin Kaplick


8. November 2020 9.30h Prädikantin Pietzcker

11. Nov – Mittwoch 14.30h:
Traditionen und Gebräuche rund um den Martinstag: Was steckt hinte diesem Gedenktag? Was macht die Attraktion des Hl. Martin aus?
(Anmeldung 1 Woche vorher im Pfarramt erforderlich!)


15. November 2020 9.30h Pfarrerin Kaplick
22. November 2020 9.30h Klever/Langmann Wir gedenken der Verstorbenen des Jahres 2020

29.11. 9.30h 1. Advent mit Pfrin Kaplick:
„Singen, was das Zeug hält“ – Wir singen Ihre Wunsch-Adventslieder! – Bitte bis 26.11. an Pfrin. Kaplick mitteilen.



Gemeinde

Regelungen zum Schutz vor dem Coronavirus in der Nikodemuskirche Nürnberg

Hygienekonzept der Evang.-Luth. Nikodemuskirche Nürnberg (Stand 1.10.2020)

  1. Voraussetzung für das Betreten der Räume bzw. die Teilnahme an Veranstaltungen ist, dass keine Infektion mit ansteckenden Krankheiten wie zB Covid 19 besteht und dass in den vergangenen 14 Tagen kein Kontakt zu dieser Personengruppe bestand, keine Quarantäne angeordnet ist und keinerlei Krankheitssymptome (Fieber, Schnupfen, Gliederschmerzen) vorliegen. Personen, die Risikogruppen angehören, wird vom Besuch abgeraten. Die Teilnahme erfolgt aufgrund eigener Entscheidung. Ein Rechtsanspruch gegen den Veranstalter ist ausgeschlossen.
  2. Wer Räume betreten oder Veranstaltungen (Gottesdienste, Konzerte, o.ä) in Kinderhaus/Kirche/Gemeindezentrum/Gemeindehaus) besuchen möchte, ist verpflichtet, – vor Betreten die Hände zu desinfizieren oder gründlich zu waschen – bis zum Erreichen des Sitzplatzes die Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen – zu anderen Personen 1,5m Abstand einzuhalten. (Familienangehörige bzw. Personen, die einen gemeinsamen Hausstand bilden ausgenommen) Singen ist nur mit MNB gestattet. – die Kontaktdaten anzugeben, damit die verantwortliche Person diese beim Pfarramt für den geforderten Zeitraum datenschutzgerecht hinterlegt.
  3. Die Höchstzahl der zugelassenen Personen richtet sich nach der jeweils gültigen Anordnung von Bund und Ländern und muss ggflls. tagesaktuell angepasst werden.
  4. Das Betreten des (Kinderhaus-)Bereichs ist nur Kindern/Hortkindern/Mitarbeitern/ bringenden und abholenden Eltern gemäß gültigen Regeln gestattet. MNBedeckung ist in der Bring- u. Holzeit zu tragen. Die Begegnung mit Kindern durch Außenstehende ist im Haus nicht gestattet. Besucher von Veranstaltungen außerhalb des Hortbereichs müssen die vorgeschriebenen Zugänge einhalten.
  5. Keine Küchenbenutzung, keine Ausgabe von Speisen und Getränken außer Kinderhaus!
  6. Liste der derzeit gestatteten Veranstaltungen/Angebote:
    Gottesdienst
    Erwachsenenbildung
    Seniorenveranstaltung
    Versammlung
    Vereinssitzung
    Gymnastik: nur bei festem Platz u. Teilnehmerliste
    Chorprobe: dto
    Konfi-Gruppe
    Abendmahlsfeier
    Besucher im Pfarramt derzeit nur telefonisch
    Seelsorgegespräche nur zB in der Kirche
    Segelfreizeit spezielles Konzept
    Eine-Welt Nikoladen Jeweils nur einzeln mit Abstand

Für Gemeindezentrum /Hort/Kinderhaus gelten die Hygieneregeln des Kinderhauses laut aktuellem Aushang für jeweils zugelassene Kinder und Eltern in der Fassung der aktuell gültigen staatlichen Regelung. Weitere Personen haben im Gemeindehaus und Kinderhaus keinen Zutritt. Näheres erfahren Sie unter 0911/23956230. https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/index.php

Gemeinde, Glaube, HILFE

Links:

Wichtige Informationen auf einen Blick

Hotline für ehrenamtliche Hilfsangebote, Ältere und Hilfesuchende
Telefon: 0911 2312344
E-Mail: engagiert@stadt.nuernberg.de
Montag bis Samstag von 10–18 Uhr

Bei allgemeine Fragen zu Corona: Bürgertelefon der Stadt Nürnberg
Telefon: 0911 64375888
Montag bis Sonntag von 8.30–16 Uhr

Bei Pflege-Fragen
Pflegestützpunkt Nürnberg
Telefon: 0911 5398953
E-Mail: info@pflegestuetzpunkt.nuernberg.de
Montag, Dienstag, Donnerstag 8.30–15.30 Uhr
Mittwoch 8.30–18 Uhr
Freitag 8.30–12.30 Uhr


private, gut vernetzte Seite Stadtteil Röthenbach

Choral Nr. 5 aus der Johannespassion von Johann Sebastian Bach: Gib uns Geduld in Leidenszeit. Juventis Jugendchor KAV-G Celle.

Offizielle Seite mit Gottesdienst/Andacht aus St. Lorenz Nürnberg)
Offizielle Seite des Evang.-Luth. Dekanats Nürnberg

Offizielle Seite der Stadt Nürnberg mit vielen hilfreichen Angeboten und Möglichkeiten, sich zu beteiligen.

Antworten auf Fragen zum Thema Kirchensteuer

Die SinN-Stiftung Nürnberg hat zusammen mit dem Zentrum Aktiver Bürger u.a. städtischen Institutionen einen Einkaufsdienst mit Jugendlichen organisiert, die für Menschen einkaufen, die selbst das Haus jetzt nicht verlassen sollen oder können. Alle Jugendliche sprechen fließend Russisch und Deutsch. Anfragen können gerichtet werden an: Dr. Sabine Arnold, arnold@evangelische-sinnstiftun.de oder Tel: 0171-8141928.

Gemeinde, Jugend, Konfirmanden

Segelfreizeit und mehr

Kontakt und Informationen zu Angeboten für Kinder, Jugendliche und Konfirmanden

bei Diakonin Christina Höpfner.

Ganz aktuelle Infos gibt es auch immer unter: https://ejnikodemuskirche.com

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Gemeinde, Glaube

Lautloses Leid – Ausstellung in der Nikodemuskirche

10 Frauenportraits aus Krisengebieten der Welt wurden in der Ausstellung gezeigt. Nach deren Ende ist noch ein virtueller Besuch möglich: http://www.comarone.de Organisation: Pfarrerin Eva-Maria Kaplick.

Gemeinde, Glaube

Abschied nehmen in Frieden und Würde

Gedenk-Gottesdienst in der Nikodemuskirche

Aufgrund derzeit geltender Vorsichtsmaßnahmen sind bei Bestattungen/Trauerfeiern nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmern erlaubt. Wir möchten Ihnen deshalb die Möglichkeit geben, sich zu einem späteren Zeitpunkt in einem Gedenk-Gottesdienst ihrer/ihres verstorbenen Angehörigen zu erinnern, an seinen Weg und sein Leben zu denken und sie/ihn und sich in Gottes Hände zu befehlen.

Wenn Sie gerne an diesem Gedenk-Gottesdienst teilnehmen möchten und ihr/e Angehörige/r erwähnt werden soll, bitten wir Sie uns das per Post/per mail/per Telefon mitzuteilen. Dann werden wir Ihnen Uhrzeit und Termin bekanntgeben und Sie können ihre Angehörigen einladen.

Die Beschränkungen bei den Beerdigungen könnten auch ein Grund sein, sich über Formen des Abschieds neu Gedanken zu machen. Vielleicht möchten Sie ein Erinnerungsbuch mit Fotos oder kleinen Beiträgen der Angehörigen und Freunde gestalten, in dem an gemeinsame oder typische, charakteristische Erlebnisse erinnert wird.

Vielleicht suchen Sie auch nach Liedern und Texten. Im Gesangbuch gibt es dazu kleine Anregungen auf 10 Seiten, ab S. 1427.

Herzliche Grüße aus dem Pfarramt der Nikodemuskirche!

Bleiben Sie behütet!
Ihr

Pfarrer Armin Langmann

Gemeinde

Musik und Gedanken in schwierigen Zeiten

Wolfgang Posse

-zusammengestellt von Armin Langmann

4.10.2020 Erntedankfest

Seit langer Zeit der erste Gottesdienst, in dem unter besonderen Bedingungen Abendmahl gefeiert wird. Freiwillig und unter Beachtung der Infektionsschutz- und Hygieneregeln.

Die zweite Sonderausgabe des Gemeindebriefs Zentrum ist da!!

und zum Austragen bereit. Insbes. für Röthenbach-Ost werden Helfer zum Austragen gesucht. Pfr. Langmann hat den dort wohnenden Gemeindemitgliedern folgendes Begleitschreiben beigelegt:

Sehr geehrte, liebe Empfängerinnen und Empfänger unseres Gemeindebriefs „Zentrum“ der Evang.-Luth. Nikodemuskirche, die am und um den Röthenbacher Landgraben wohnen!

Mit einem Bild, das zu Lebensfreude und Dankbarkeit anregt, kommt die neue Ausgabe in Ihren Briefkasten und in Ihre Hände. Allen evangelischen Gemeindemitgliedern, die am und um den „Röthenbacher Landgraben“ wohnen, habe ich diese und schon die letzte Ausgabe für August/September selbst in den Briefkasten gesteckt, weil wir aktuell niemand haben, der oder die das übernimmt. Es sind über 150 Haushalte, die unser kostenloses Informationsmagazin bekommen. Man braucht dafür ca. 1,5 Stunden, wenn man schnell ist mit „Klappe auf und rein“ und wenn man die etwas versteckt liegenden Hausnummern glücklicherweise schnell findet.
Schneller ginge es natürlich, wenn die Aufgabe auf mehrere Schultern verteilt werden könnte und wenn wir zwei, drei oder vier Personen finden würden, die das gerne übernehmen.

Für unsere große Gemeinde mit weit über 5000 Mitgliedern in rund 4.200 Haushalten haben wir ein großes Team von ca. 70 Personen, die das Austragen übernehmen. Seit der Corona-Zeit sind wir von dreimonatlich auf zweimonatlich gewechselt, weil man nicht so weit vorausplanen kann. Das Heft ist dünner geworden, hat keine Werbung mehr, weil die Einnahmen die Kosten für die Erstellung nicht mehr gedeckt haben.

Wenn Sie – wie ich – der Meinung sind: „Team“ bedeutet nicht: „Toll, ein andrer machts!“, sondern „Wir finden eine Lösung und gemeinsam werden wir es schon schaffen!“ dann sind wir dem Ziel schon ein Stück näher.

Den Spaziergang an der frischen Luft, die Heftchen beim Pfarramt in der Stuttgarter Str. 33 mitnehmen und dann hier verteilen, vielleicht wäre es ja etwas, wo Sie mitmachen könnten, etwas, in dem Sie auch einen Sinn sehen.

Wissen Sie, natürlich haben wir überlegt, ob man das Heft nur noch online- im Computer- anbietet. Doch viele Menschen nehmen es lieber in die Hand oder haben nicht die Möglichkeit, es am Computer zu lesen. Deshalb wird es jedenfalls in nächster Zeit immer noch die gedruckte Ausgabe geben.

Ich wünsche Ihnen für heute einen schönen Tag und würde mich mit meinen Mitarbeiterinnen im Pfarramt freuen, von Ihnen zu hören oder zu lesen, dass Sie sich überlegt haben, es einmal zu probieren und sich einfach mal probeweise beteiligen würden, beim Austragen der nächsten Ausgabe. Die Kontaktdaten finden Sie oben im Briefkopf.

Ich grüße Sie ganz herzlich auf diesem Wege und wünsche Ihnen eine gute Zeit! Gottes Segen! Bleiben Sie behütet!

Ihr Pfarrer Armin Langmann

17. Juli 2020: Sondernummer des Zentrums für August/September 2020 erschienen

Wie geht es Dir/Ihnen? fragen wir, wenn wir einander begegnen. Die Antworten reichen von sehr gut bis richtig schlecht. Man erfährt Freudiges und Schweres. Mit dem Gemeindebrief ist es ähnlich. Der Blick schweift in die Zukunft, richtet sich auf die Gegenwart oder dankbar zurück. Unter dem Einruck der Pandemie hatten wir die 2. Ausgabe 2020 des Zentrums ausgesetzt und mehrere Briefe an die älteren und ältesten Gemeindemitglieder geschrieben. Die mittlere und jüngere Generation – so nahmen wir an – würden aktuelle Informationen selbst auf unserer Homepage www.nikodemuskirche-nbg.de finden. Viele haben angerufen oder geschrieben, was sie derzeit bewegt. Das hat deutlich gemacht, dass persönlicher Kontakt das Allerwichtigste ist. Bei über 5000 Gemeindemitgliedern allerdings eine Mammut-Aufgabe für 5 Ansprechpartner/innen. Unter diesen Eindrücken ist die 3. Ausgabe des Zentrums wieder zur Verteilung an alle ca. 4.200 evangelischen Haushalte entstanden. Wir möchten in Kontakt bleiben, Formen finden, wie es weitergehen kann, zum Austausch und zur Beteiligung anregen. Wir freuen uns über Ihre Reaktion, per Brief oder E-Mail, Ihren Anruf, Zuspruch und Kritik, Interesse und Unterstützung. Sie helfen uns mit einer Rückmeldung, was Ihnen am „Zentrum“ wichtig ist und auch mit einer Spende als Druckkostenbeteiligung. Bleiben Sie behütet! Ihr Pfarrer Armin Langmann

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15. Juli 2020 Gedankenimpulse in Corona-Zeiten
von Pfarrerin Sigrid Klever


Liebe Gemeinde,
ich möchte zwei Dinge herausgreifen, die ich nicht nur in diesen Corona-Zeiten, sondern insgesamt als heilsam empfinde in schwierigen Zeiten.

Das eine ist das Weinen. Es ist in unserer Kultur unüblich zu weinen. Selbst bei Beerdigungen haben Menschen Scheu, ihrem Kummer öffentlich Ausdruck zu verleihen. Immer wieder höre ich, dass Menschen nicht zum Gottesdienst kommen, weil sie da sofort weinen müssten. Schlimmer ist es aber noch, wenn Menschen gar nicht weinen können. Nicht umsonst gibt es in der katholischen Liturgie die Bitte um Tränen. Wenn Tränen fließen können, dann kommt etwas in Bewegung, dann kann der Kummer herausfließen. Tränen lösen und reinigen. Manchmal müssen wir lange und viel weinen bis ein Schmerz oder Kummer sich aufgelöst hat und
leichter wird. In unseren Tränen kann die Untröstlichkeit, aber auch schon das Aufscheinen eines Trostes enthalten sein. In der Bibel gibt es ein wunderschönes Psalmwort 56,9: „Sammle meine Tränen in deinen Krug; ohne Zweifel, du zählst sie.“

Der Beter des Psalms weiß und vertraut darauf, dass sein Weinen nicht ungehört oder ungesehen bleibt. Er vertraut darauf, dass all unser Weinen nicht umsonst oder vergeblich ist. Gott ist jede einzelne Träne so wichtig, dass er sie in seinem Krug sammelt und zählt. Die Tränen sind Gott
kostbar, jede einzelne. Und wenn wir sie Gott anvertrauen
und überlassen, dann kann er sie verwandeln, in Trost, in Licht im Dunkeln, in Zuversicht und neue Hoffnung. „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.“ Psalm 126, 5.
Das andere ist die Dankbarkeit. Gerade, wenn es uns nicht so gut geht, verlieren wir manchmal aus dem Blick, wofür wir trotz alledem immer noch dankbar sein können. Und seien es ganz kleine Dinge. Es gibt eine kleine Geschichte dazu „Die Alte und die Bohnen“:

Es war einmal eine sehr alte, weise Frau. Sie hatte ein
recht beschwerliches Leben. Jeden Morgen bevor sie ihr Tagwerk begann, legte sie sich eine Kittelschürze um. Dann ging sie in ihre Speisekammer und nahm eine Handvoll Bohnen aus dem Sack. Diese steckte sie sich in die rechte Tasche ihrer Schürze. Wann immer ihr im Laufe des Tages etwas Schönes begegnete, das Lächeln eines Kindes, der Gesang eines Vogels, der Klang einer Klangschale, ein Mitmensch, der ihr eine Freundlichkeit erwies, der Duft einer schönen Tasse Kaffee, ein Sonnenstrahl, der ihr Gesicht traf oder ein schattiger Platz in der Mittagshitze – kurz gesagt für alles, was ihr Herz und ihre Sinne erfreute, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Schürzentasche wandern. Am Abend, bevor sie sich schlafen legte, nahm sie die Bohnen aus der linken Tasche der Kittelschürze. So betrachtete sie, was ihr an diesem Tage Schönes widerfahren war. Bei
jeder einzelnen Bohne wusste sie noch genau, was ihre Freude ausgelöst hatte. Und wenn sich auch nur ein einziges Böhnchen in ihrer linken Schürzentasche befand, dann war es für sie ein Tag, an dem es sich gelohnt hatte, zu leben. In der Bibel heißt es: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Psalm 103, 2
Herzlich,
Ihre Pfarrerin Sigrid Klever

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https://musikfest-ion.de/musikfest-ion/nah-bei-dir.html

Das sollten Sie nicht versäumen: Musikfest-ion.de

https://www.facebook.com/Sebalduskirche/videos/289332102217562/

https://www.youtube.com/watch?v=FU8GjGplaBw&feature=emb_err_woyt

Das Programm des Musikfests wird in angepasster Form durchgeführt. Wie, das können Sie von Moritz Puschke, dem Künstlerischen Leiter, persönlich erfahren! Klicken Sie einfach auf den obigen Link. Dort finden Sie das ganze Programm und eine Einführung, die es einem schwer macht, sich an diesen Terminen noch etwas anderes vorzunehmen!

Es beginnt am Samstag, 27.6., St. Sebald, 19 Uhr

https://musikfest-ion.de/musikfest-ion/nah-bei-dir.htmlhttps:

Festgottesdienst in St. Lorenz am Sonntag 28.6.2020

//www.youtube.com/watch?v=FU8GjGplaBw&feature=emb_err_woyt

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10.5.2020 Sonntag Kantate

Ob man von einander weiß, hängt davon ab, ob man sich mitteilt. Aktuell erfahren wir, wie wichtig es ist, Menschen zu kennen, mit denen einen Vertrauen verbindet, die man anrufen, mit denen man reden kann.

Meine Vorstellung von Kirche war immer, dass Kirche nicht vereinnahmen darf. Sie soll nicht aufdringlich, aber offen sein: für alle, die mit Herz und Verstand dabei sein möchten; für die, die in Ruhe gelassen werden wollen und für die, die Ansprache und Austausch brauchen; für die, die diskutieren wollen und für die, die meditieren möchten, für die, die keine Fragen haben und für die, die nie genug erfahren können; für die, die Gemeinschaft suchen und für die, die gut selbst zurechtkommen, für die, die gern organisieren und Programm machen, und für die, die sich gern anschließen und dran hängen und mittun. Aktuell finde ich, es wäre gut, dass wir als Kirche zu einer Gemeinschaft werden, die sich gegenseitig unterstützt. Menschen mit denen man im Vertrauen sprechen kann, angesichts von Besorgnis und Ängsten um seine Lieben, Verwandten, Bekannten, Nachbarn, Berufskolleg/innen, Schulfreunde/innen, tatsächlich und womöglich Betroffene von Krankheit, Verlust, Trennung. Im Blick auch auf die vielen, die im Krankenhaus, Altenheim und Kindergarten tätig sind, Ärztinnen und Ärzte, Sanitäter, die helfen, trotz der Gefahr, angesteckt zu werden.

An diesem Sonntag Kantate singen wir in unserer Kirche hinter Masken, mit gedämpfter Stimme. Aber die Glocken singen vom Kirchturm ihre vertraute Melodie. Immer wenn unsere Glocken läuten, ist es für mich ein Zeichen der Verbundenheit und ich denke an Sie und alle, die hier im Stadtteil in der Gemeinde mit uns leben.„Möge Gott uns behüten! Tag und Nacht halte er uns in seiner Hand!
Jedes Läuten der Glocken bestärke unsre Zuversicht, dass er bei uns ist, mit seiner Liebe und mit seinem Segen!“

23.4.2020 Erinnerung an den 23.4.1530!

Unmittelbar zu Gott –verantwortlich in der Welt

Martin Luther kam sich bestimmt sehr seltsam vor, als er sich am 23. April 1530 noch vor 4.00 Uhr in der Frühe auf die Veste Coburg begeben musste, – damit niemand mitbekam, wo er sich aufhielt. Alle anderen Teilnehmer seiner Reisegruppe – darunter der Kurfürst von Sachsen, dessen Sohn, der Hof, aber auch Luthers Mitarbeiter und Freunde wie Philipp Melanchthon, Justus Jonas und Georg Spalatin reisten weiter Richtung Augsburg, wo der Reichstag beginnen sollte.

Luther hatte gehofft – wie 1521 nach Worms – mit ihnen reisen zu können. Doch der vom Kaiser Geächtete musste in sächsischen Landen zurückbleiben. Nicht einmal die evangelische Reichsstadt Nürnberg hatte es gewagt, ihm Aufenthalt zu gewähren. Die Räte des Kaisers hatten den Nürnbergern klargemacht, dass der Kaiser es sehr ungnädig aufnehmen würde, wenn sie sich in der Religionssache zu stark engagierten. Deswegen lehnte man die Bitte des sächsischen Kurfürsten, Luther in den Mauern der Stadt aufzunehmen, damit man leichter Kontakt mit ihm vom Ort des Reichstages aus halten konnte, kategorisch ab.

So kommt er sich versteckt vor wie auf der Wartburg und unterzeichnet seine Briefe mit „aus der Wüste Gruboc“ oder „ex eremo“, aus der“ Einsamkeit“, aus dem „Elend“ – und bringt damit zum Ausdruck, wie er sich fühlt. Er ist ein Mann ohne Rechte. Zeitlebens bleibt er vor Kaiser und Kirche ein Ausgeschlossener. Er ängstet sich um seine Mitarbeiter. Die Distanz, die sie trennt, lässt ihn bange werden: Werden sie alles bestehen und überwinden? Luther macht sich Sorgen, meint, selbst nach Augsburg kommen zu müssen, um den Freunden beizustehen.

In dieser Lage wird ihm bewusst, in der Gegenwart des Herrn über Leben und Tod zu stehen, – unmittelbar vor Gott. Da ändert sich seine Stimmung. Die Angst des Zurückgelassenen wird abgelöst von der Zuversicht des Getrösteten. Sein Kurfürst schreibt ihm, der Kaiser wolle alle evangelischen Predigten verbieten. Er antwortet, man möge dem Kaiser gehorchen, Gott werde davon nicht aufgehalten. Auf menschliche Aktivitäten allein komme es nicht an. Er wisse, dass Jesus Christus bei ihnen sei, dies sei viel wesentlicher.

Als Melanchthon nicht mehr aus noch ein weiß, schreibt Luther ihm Trostbriefe. Wirf deine Sorge auf den Herrn! (Ps 55,23), „Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen“. (Ps 34,19. Ps 145,18) Man könne nicht auf die Fürbitte der Heiligen vertrauen, da sie von der Bibel nicht bezeugt werde. Entscheidend sei das Wort Gottes und das Vertrauen auf Christus. „Was Gottes Wort nicht ist, das macht auch keine Christenheit.“ Ein Christ habe sich nicht nach einer Kirche zu richten, die neue Gesetze des Glaubens erlasse, sondern solle sich an Gottes Wort als Richtschnur halten.

Die Angst in der äußeren Entfernung von den Freunden kann aktiv durch innere Nähe überbrückt werden. Das wäre ein neues Wesensmerkmal von Gemeinde: Gemeinschaft, die niemanden allein zurücklässt und damit Raum schafft für den Frieden Gottes und Hoffnung weckt. Aus der Unmittelbarkeit zu Gott erwächst die Einsicht der Verantwortung in der Welt, unmittelbar tätig zu werden und Einfluss zu nehmen.

(Zusammenfassung des gleichnamigen Vortrags von Landesbischof Prof. Dr. Gerhard Müller, Wolfenbüttel auf der 5. Tagung der 6. Generalsynode  der VELKD in Coburg 1983 – von Armin Langmann.)

19.4.2020 Quasimodogeniti – wie die neugeborenen Kindlein vertrauen

Musikalische Grüße aus der Frauenkirche Dresden

Was für mich zum Sonntag gehört

So viel Stille, wie in den letzten 4 Wochen gab es gefühlt noch nie. In keinem Urlaub habe ich die Vögel so lebensfroh zwitschern hören und die Sonnenstrahlen so belebend gespürt – ohne dafür Hunderte oder gar Tausende von Kilometern fahren zu müssen.

Die Musik der Natur hat ihr eigenes Programm. Da gibt es die Frühaufsteher und die Spät-zu-Bett-Geher, wie bei uns Menschen auch. Dankbar höre ich ihr Konzert.

Musik gehört für mich zum Gottesdienst. Und Gottesdienst ist mehr, als 60 Minuten in der Kirche. Gottesdienst – meint Paulus – ist dann, wenn man sich für andere einsetzt und seine Arbeit macht. Nicht Selbstinszenierung, sondern da sein für jemanden. (Römer 12)

Gebet gehört für mich zum Gottesdienst. – Und es wird immer mehr sein, als eine Stunde pro Woche. Von Martin Luther kann man lernen, dass Gott den Raum des Kirchengebäudes nicht braucht, um meine Anliegen wahrzunehmen. Er braucht auch keine zwischengeschalteten Verstärker oder Umwandler – ähnlich den Routern und Switches in der EDV. Er hat unsere Nummer ständig freigeschaltet. Wir dürfen immer unmittelbar zu ihm sprechen, – mit ihm reden, nachdenken, Klärungen suchen. Aber er lässt uns nicht aus der Verantwortung. Gebet schafft Vertrauen und bestärkt das Tun. Es ist immer Übung und Probe des Glaubens (Friedrich Mildenberger).

Kirche ist nicht Selbstzweck und Selbstbeschäftigung. Wenn sie nicht für andere da ist, verfehlt sie ihre Bestimmung.

Bleiben Sie behütet!

Ihr Pfarrer Armin Langmann

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Sehen Sie hier die Video-Botschaft zu Ostern aus der Nikodemuskirche von Pfarrerin Eva-Maria Kaplick

Ostern 2020: Kraft aus der Stille – lesenswerte Gedanken von Heribert Prantl

12.04.2020 Osternacht und Ostersonntag

Die geschlossene Altarseite erinnert an eine Stadt,
in der die Lichter ausgegangen sind.
Andeutungsweise kann man noch Häuser und Gehöfte erkennen,
Blocks, wo Menschen leben,
wo sie am Tag und bis in die Nacht gearbeitet, gefeiert,
geliebt, getanzt und gelacht haben;
Orte, über die sich die Stille gebreitet hat,
als das Licht ausging.
Ohne Licht erinnert sie an den Friedhof;
die schlafende Stadt.
Ohne Licht, ohne Strom,
ohne Leben ist sie eine tote Stadt.
Ohne Glaube und Hoffnung,
ohne den lebendigen Christus ist selbst die Kirche tote Kirche.

Doch über diesem Dunkel liegen die scharfen Konturen
des hellen Kreuzes.
Heilendes Licht.
Silber und Gold, Farben des Heils, des Wohls,
wo alles gut ist.

Darüber gelegt, unzerstört, unvergänglich;
Das helle Kreuz ist der Kontrast, der alles
in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Wo das Kreuz leuchtet, ist für das Dunkle kein Platz mehr.

Das Licht vertreibt die Albträume, die der Tod geschickt hat.
Wie die Schöpfungsgeschichte am Anfang Mut zum Glauben macht,
will auch die Geschichte der Auferstehung Mut zum Glauben machen.

Mit naturwissenschaftlichen Erklärungen ist sie nicht zu packen, auch nicht zu zerschlagen. Sie meditiert gewissermaßen in eine Dimension, in eine Wirklichkeit, die Glauben weckt.

Als die Frauen am Grab ankommen, ist alles anders.
Sie finden den Toten nicht.
Der Stein ist weggerückt.
Die Grabwächter sind gelähmt.
Sie haben den entscheidenden Augenblick verpasst.
Die Engel sind nicht im Himmel, sondern auf der Erde.
Die Sprachlosigkeit wird durchbrochen.
Ein Bote richtet ihnen aus:
Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier er ist auferstanden.
Geht hin und schaut, wo er gelegen hat
und dann geht los und verkündet es den Brüdern.

Das Grab ist leer und der Himmel ist offen.
Gott lebt.
Christus ist auferstanden.
Die Macht des Todes ist aufgebrochen.

Das Kreuz leuchtet, als wollte es sagen:
Schau,  was dahinter ist!
Das Zeichen des Todes wird zum Symbol des Lebens!
Christus ist das Licht.(AL 2020)

Die Osterkerze wird entzündet

Sehen Sie hierzu die Video-Botschaft von Pfarrerin Eva-Maria Kaplick

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11.04.2020 Karsamstag

Es ist ganz still um die Kirche. Als die Glocken am Karfreitag läuteten, war es, als wollten sie sagen: „Lebe! Gott behütet dich auf deinem Weg ins Leben. Immer wieder klangen die Glocken, als wir in die Schule kamen und konfirmiert wurden, bei der Hochzeit, bei der Taufe der Kinder, als wollten sie immer wieder sagen: „Hab keine Angst! Gott behütet Dich!“

Was und wie wir beten, glauben und hoffen wird in diesen Tagen plötzlich genauso relevant, wie die Frage, was wir tun können.

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Denn er hat seinen Engeln befohlen über Dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

„Mein Gott, du kennst mich. Ob ich gehe oder liege, du siehst mich. Ob ich wache oder schlafe, du kennst alle meine Wege. Ob ich beunruhigt bin oder ganz zufrieden, du bist immer da. Das tut mir gut. Du stürzt mich nicht in Todesangst. Du hältst mein Leben in deiner Hand. Deine Liebe lässt mich atmen und schenkt mir Geborgenheit. Bei dir bin ich geborgen, wie das Vöglein im Nest – auch in unruhigen Nächten und an rastlosen Tagen. Du bist immer bei mir! Deine Liebe hört nie auf. Selbst wenn ich sterbe, bin ich bei Dir geborgen.“ (Nach Psalm 139)

9.4.2020 Erinnerung an Dietrich Bonhoeffer

und Musik des Global Accordion Project Orchestra – Peace 2020

Der 9. April ist der Todestag von Dietrich Bonhoeffer. Über ihn gibt es inzwischen viele Artikel, Bücher, Filmbeiträge, Internationale Symposien und Forschungsstellen. Einige seiner Texte sind in viele Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt bekannt.

Hätte er damals nicht allen Grund gehabt zu formulieren:

„Von bösen Mächten Tag und Nacht umgeben,
befürchte ich, dass es noch schlimmer kommt!
Was hab ich noch von meinem schönen Leben?
Ohnmächtig warte ich, dass meine Stunde kommt.“

Nach allem, was Bonhoeffer geschrieben hat, hat man das Bild eines realistischen, gebildeten, reflektierten Mannes vor Augen, keinen Phantast oder Schwärmer, der Schaden und Nutzen, gut und böse nicht unterscheiden könnte. Seine Einstellung formuliert er angesichts einer vor Nichts Halt machenden Brutalität des Menschen.
Seine Worte überspielen nicht den Ernst des Lebens, als sei doch alles gar nicht so schlimm.

Und:
dass Geborgenheit Kraft gibt,
das wünschen wir in diesen Tagen
allen Menschen auf der Welt.
Kraft zum Tragen und Hoffen.
Kraft, die dem Tod das Leben nicht
ohne Widerstand überlässt.
Kraft zu unterscheiden zwischen
Widerstand und Ergebung. (AL)

„Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Got ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag“ (EG 637, Refrain)



7.4.2020 Ostern. Nicht dabei – und doch dabei

In diesen Tagen sprechen mich die Worte des Johannes-Evangeliums besonders an. Der Weg Jesu nimmt uns mit auf die Suche nach dem Leben. Nach wahrem Leben, nach „lebendigem“ Wasser. Von der Hochzeit in Kana bis zum Kreuz geht es um dieses Thema.

Johannes charakterisiert Thomas, den Jünger, der an den entscheidenden Begegnungen nicht dabei war. Thomas ist der, der Fragen stellt und deshalb nur „der Zweifler“ genannt wird. Für ihn gibt es keine Auferstehung. Standhaft sagt er zu seinen Freunden: „Wenn ich ihn nicht mit meinen eigenen Augen sehe und mit meinen eigenen Händen spüre und anfasse, dann glaube ich nicht, dass er lebt!“
Wir wissen nicht, wie es genau geschehen ist. Wir wissen nicht, wie das war, als Thomas die Stimme Jesu hörte: „Mach’s doch! Berühre mich und glaube dann!“ – Ein Zeichen? Ein Wunder?

Thomas, der „Zweifler“ spricht als erster aus, was zukünftig den Glauben ausmachen wird (Joh. 20,28): „Mein Herr und mein Gott!“ –
Die Vorstellung vom Sterben und Auferstehen wirft viele Fragen auf. Vor allem aber zeigt sie Jesus in einer Situation, mit der alle Menschen irgendwann konfrontiert sind. „Weil du gesehen hast, hast du angefangen zu glauben. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“

Das Ringen um Sehen und Verstehen ist das eine, das Entdecken und Vertrauen das andere. In Zeiten, in denen wir um des Lebens willen Abstand halten und von Berührungen absehen, fragen wir umso mehr, was uns berührt und betrifft, was uns Kraft gibt und ermutigt, mit- und füreinander zu kämpfen und zu hoffen. Der kompakteste Ausdruck dafür ist der Name Gottes „Ich bin bei Dir!“ und die Antwort des Glaubens „Mein Herr und mein Gott.“ – An Ostern geht es um Suchen und Finden, um das, was uns berührt, um die Öffnung des Grabes, um die Oster-Erfahrung der Wahrheit auf dem Weg unseres Lebens. (AL)

John Rutter: Der Herr segne Dich

3.4.2020 Karfreitag – mit Fern-Seh-Beteiligung

Können geschlossene Kirchen noch Orte zum Hören und Sehen, Orte zum Nachdenken und Besinnen sein? Orte, an denen man eine neue Sicht auf das Vergangene,, auf das aktuell Erlebte und auf das, was vor uns liegt, gewinnt, wie am Ziel einer Bergwanderung? Ich möchte Sie zu einem gedanklichen Kirchenbesuch einladen.

Stellen Sie sich vor, wir sitzen irgendwo inmitten der Nikodemuskirche und entdecken, in den Ecken links und rechts von uns stehen Figuren der vier Evangelisten und beginnen miteinander und mit uns ein Gespräch, in dem es um das Heiber-Kreuz und das Posse-Altarbild – und um unsere Beziehung und Vorstellung von Karfreitag und Ostern geht.

Markus (Kap 14,50): „Schaut euch dieses Kreuz genau an: Am Ende war Jesus ganz allein. Seine Vertrauten, seine Freunde sind alle aus Angst davongelaufen. Es verkörpert, den Aufschrei des Menschen -wie im Psalm 22 und bei Jesaja 53 zu lesen -: „Warum? Warum? Warum hast Du mich verlassen?“ Keiner von seinen Begleitern war dabei. Sie waren alle geflohen. Es gab also keine Augenzeugen. – Und Frauen hatten damals nichts zu sagen.“

Matthäus (Kap 26 und 27): „Auch ich höre ihn rufen: „WARUM? Warum? Warum hast Du mich verlassen?“ – Einsam und allein ist er an seinem Ende. Sein Sterben schockiert. Warum muss er so enden? Sagt dieser Tod, dass auch Gott weit weg ist? Dass auch Gott am Ende ist?  – Bleibt Glaube nur noch eine Angelegenheit der Frauen, eine Sache der „Fern-Seh-Beteiligung?“

Lukas (Kap 22 und 23): „Seine „Nachfolger“ machen eine ganz schlechte Figur, als es darauf ankommt. Sie sind keine Vorbilder mit Haltung und fester Überzeugung, die zu ihm stehen. Übermächtig die Vollstreckungsgehilfen der Macht. Gnadenlos der Vollzug – und das Urteil: mit Systemkritikern wird wie mit Mördern und Schwerverbrechern verfahren. Doch ganz anders als zu erwarten, klingen die letzten Worte Jesu: nach Vergebung und Frieden! „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! (V. 34)“ – „Wahrlich, heute wirst du mit mir im Paradiese sein!“(V.43) – „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!“(V.46)

Johannes (Kap.19): „Ich sehe die Frauen und seinen Freund unter dem Kreuz. Jesus sagt zu ihnen: „Frau, das ist dein Sohn!“ Zum Jünger: „Siehe, das ist deine Mutter!“ (V.26+27). „Mich dürstet!“(V.28) und „Es ist vollbracht- Das Ziel ist erreicht!“ (V.30). –

31.03.2020

Musik zum 335. Geburtstag von Johann Sebastian Bach

25.3.2020

Heute mit Musik von Kevin Andre – einem Mitglied unseres Holy Night Trios – mit herzlichen Grüßen über den großen Teich in schwierigen Zeiten – es ist unsere Welt – manche werden die Drehorte erkennen – und die Liebe zählt. ( Dank an kevinandremusic !)

https://www.youtube.com/watch?v=lLxkDGIpQhw

Ausgangssperre

ja, es gibt Angst
und Isolation
und Hamsterkäufe
und Krankheit
und sogar Tod
aber…

es heißt, dass man in Wuhan nach so vielen Jahren voller Lärm
wieder Vögel singen hört
es heißt, dass nach ein paar Wochen der Ruhe
der Himmel nicht mehr von Abgasen verdunkelt ist,
sondern blau und grau und klar

es heißt, dass die Menschen in den Straßen von Assisi
einander zusingen
über die leeren Plätze hinweg
und dann ihre Fenster offenlassen,
damit alle, die einsam sind,
um sich herum Familienstimmen hören können

es heißt, dass ein Hotel im Westen von Irland
kostenlose Mahlzeiten an alle liefert,
die nicht mehr aus dem Haus kommen

heute ist ein junge Frau, die ich kenne,
eifrig dabei, in ihrem Viertel
Handzettel mit ihrer Nummer zu verteilen,
damit die Alten jemand haben, auf den sie zählen können

heute bereiten sich Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel vor,
Menschen willkommen zu heißen und zu beherbergen,
die obdachlos, krank oder müde sind

überall auf der Welt schalten Menschen einen Gang zurück und denken nach
überall auf der Welt sehen Menschen ihre Nachbarn ganz neu
überall auf der Welt erwachen die Menschen zu einer neuen Wirklichkeit
und sehen
welche Größe uns wirklich eigen ist
wie wenig wir wirklich im Griff haben
was wirklich wichtig ist
und was die Liebe vermag

So beten wir und erinnern uns
ja, es gibt Angst
aber deswegen muss es noch keinen Hass geben
ja, es gibt Isolation
aber deswegen muss es noch keine Einsamkeit geben
ja, es gibt Hamsterkäufe
aber deswegen muss es noch keine Gemeinheit geben
ja, es gibt Krankheit
aber deswegen muss die Seele noch nicht krank werden
ja, es gibt sogar Tod
aber es kann immer eine Wiedergeburt der Liebe geben

Sei wachsam, welche Wahl du triffst, um jetzt zu leben
atme heute
lausche: hinter dem Fabriklärm deiner Panik
singen die Vögel schon wieder
der Himmel hellt auf, der Frühling kommt
und stets sind wir von Liebe umfangen

Öffne die Fenster deiner Seele
und selbst wenn du niemand quer über den leeren Platz
berühren kannst:
Sing!

By Fr. Richard Hendrick, OFM,13.03.2020
Übersetzung: Ralph Thormählen

22.3.2020.

Die Verse des Liedes „Weißt Du wieviel Sternlein stehen, aus dem Evang. Gesangbuch Nr. 511 kennt fast jede/r. In diesen Tagen bewegen uns umso mehr die Fragen,
was können wir wissen,
was können wir glauben,
was hält und trägt?
Vor der aktuellen Situation bekommen die Verse einen noch viel tieferen Sinn. Viele Menschen suchen und warten gegenwärtig auf Hilfe oder fragen sich, wie es nun damit steht. Dramatisch steigende Zahlen, – auch im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis machen uns betroffen und konfrontieren uns mit den Grenzen des Machbaren. Wer hilft? Vertrauen kommt mit ganz wenigen, einfachen Worten aus:
„Er kennt auch Dich, und hat Dich lieb!“ Das ist wohl das Entscheidende, das allem, was wir tun und machen können und wo wir an unsere Grenzen stoßen, schon voraus liegt.
Bleiben Sie behütet!
Ihr Pfarrer Armin Langmann

Choral Nr. 5 aus der Johannespassion von Johann Sebastian Bach: Gib uns Geduld in Leidenszeit. https://www.youtube.com/watch?v=xN4eMGU_LBQ
Juventis Jugendchor KAV-G Celle.


http:// www.zdf.de/gesellschaft/gottesdienste
http://www.deutschlandfunk.de/kirchensendungen.915.de.html

Gemeinde

Hilfe bei Häuslicher Gewalt

Das Kontaktverbot durch die Corona-Krise bringt es mit sich, dass viele Menschen mehr Zeit miteinander in den eigenen vier Wänden verbringen. Die Auswirkungen von Isolation, die Minimierung sozialer Kontakte, finanzielle Sorgen und Existenzängste könnten zu einem Ansteigen häuslicher Gewalt führen. Bedingt durch Ausgangseinschränkungen und Kontaktverbote gelingt es Betroffenen schwerer, Hilfestellen aufzusuchen oder anzurufen, als vor dem Ausbruch der Pandemie.

Notrufnummern bei Konflikten zuhause

Krisendienst Mittelfranken 0911-42 48 55-0

Konfliktberatung der Evang. Kirche
u. des Menschensrechtsbüros 0911- 43 04 238

Hilfetelefon

Gewalt gegen Frauen 08000 116 016

Sucht- u. Drogenhotline 0180531 30 31

Sexueller Mißbrauch 0800 22 55 530

Telefonseelsorge 0800 1110 111

Seelsorgetelefon Dekanat Nbg (9-17h) 0911-214 14 14

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Amtes für Gemeindedienst (www.afg-elkb.de ) und (www.forum-frauen.de).

Gemeinde

„caring community“

Pfarrerin Eva-Maria Kaplick berichtet von einer Denkwerkstatt 60+ bei der man sich Gedanken über die Angebote im Stadtteil gemacht hat, – vor Beginn der Corona-Krise.

Wir haben festgestellt:
1. Wir wünschen uns zwangloses Kaffeetrinken, sportliche Veranstaltungen, Informationen übers Älterwerden und was es leichter macht. Dabei nehmen wir gar nicht wahr, dass es das meiste schon gibt. Beim Seniorennetzwerk, im Kulturladen, den Kirchengemeinden. Wir wissen nur nichts davon.
Wir haben uns gefragt: Wie können Informationen gesammelt und an den Mann bzw. die Frau gebracht werden?
2. Die meisten Menschen gehen nicht gerne alleine zu Veranstaltungen. Es bräuchte eine Art Netzwerk, durch das man sich verabreden kann. Zum Kaffeetrinken in den Kulturladen zu gehen, zu den Gemeindefesten der Kirchengemeinden, zu sportlichen Angeboten….ins Theater oder einfach nur für eine Runde durch den Faberpark.

Ein Gedanken hat uns sehr eingeleuchtet:
Die Grundlage menschlichen Zusammenlebens ist eine zweifache –und doch eine einzige – der Wunsch jedes Menschen, von den anderen als das bestätigt zu werden, was er ist, oder sogar als das, was er werden kann; und die angeborene Fähigkeit des Menschen, seine Mitmenschen in dieser Weise zu bestätigen. (Martin Buber )

In Kirche und Gesellschaft ist in diesem Zusammenhang von „Caring Communities“ die Rede. Sorgende Gemeinschaften – sind sie die Zukunft der kirchlichen Altersarbeit?

Man kann das Sorgen in vier Richtungen denken:
1. Ich für mich:

Für viele der Älteren ist es ungewohnt, an sich zu denken. In dem Satz aus der Bibel » Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du« steckt die Weisheit, dass die Liebe zu sich selbst genauso wichtig ist wie die zum andern.

2. Ich mit anderen für mich:

»mit sich selbst befreundet sein« bedeutet zu prüfen, ob man lieber alleine oder mit anderen arbeitet. Der Rückhalt einer Gruppe kann von Zeit zu Zeit hilfreich sein.

3. Ich mit anderen für andere:

Verletzlichkeit ist eine der wichtigsten Erkenntnisse der zweiten Lebenshälfte. Vielleicht will man aus dieser Erfahrung heraus auch anderen eine helfende Hand reichen.

4. Andere mit anderen für mich:

Beim Geben und Nehmen gibt es – gerne »vergessen« – auch ein Nehmen. Bürgerschaftlich Engagierte verändern diese Gesellschaft in Richtung auf mehr Solidarität – und werden hoffentlich auch von dieser Solidarität getragen.

Haben Sie Lust, mit uns weiterzudenken? Sobald es die Korona-Krise erlaubt, informieren wir Sie über einen weiteren „Denk-Termin“.                                    

Eva-Maria Kaplick, Pfarrerin

Gemeinde, Glaube

Halb-Acht-Uhr Treff

Der Halbacht-Uhr-Treff verabschiedet sich und verwandelt sich in einen Stammtisch, der sich monatlich in wechselnden Gaststätten trifft. Wir hatten über 17 Jahre spektakuläre Angebote – unvergessen der Besuch im Druckhaus Nürnberg oder bei Wolfgang Posse, dem Künstler, der unser Triptychon geschaffen hat oder in letzter Zeit die Führung mit Pfarrer Krabbe in der neu restaurierten Marthakirche. Unvergessen auch unsere Wochenendausflüge, zum Beispiel zum „Kastanienhof“ an der tschechischen Grenze mit Besuch des KZ Flossenbürg oder nach Aufsess ins Land der Biere. Aber die Zeiten ändern sich. Die Nachfrage lässt nach und so werden wir uns mit etwas Wehmut verabschieden. Jedoch sind wir nicht aus der Welt und freuen uns, wenn möglichst viele sich bei unserem neuen monatlichen Stammtisch einfinden würden.
Treffen: Ab September 2020 jeden 2. Donnerstag im Monat, außer im August. Im Zentrum werden die Lokale angegeben und es wird wie immer um Anmeldung gebeten und zwar bis zum jeweiligen Montag davor.
In diesem Sinne Tschüss und auf ein baldiges Wiedersehen!

Euer Halbacht-Uhr-Treff-Team
Gerlinde Späth, Volker Frisch, Irmgard Eckenweber      

P. S.: Nachtrag für die Statistiker:
Es waren seit 2003:
59 Ausflüge/Wanderungen
17 Besichtigungen
5 Fahrradtouren
47 Führungen
24 Kirchenbesuche
99 Restaurantbesuche
50 Vorträge
27 sonstige Unternehmungen

Ganz herzlichen Dank von meiner Seite! Es waren auch für mich unvergessliche Abende. Vielen Dank für die Organisation dieses viele Jahre sehr erfolgreichen Veranstaltungskonzepts! Ihr Pfarrer Armin Langmann