Erlebnisbericht von Pfarrerin Kaplick
über das Fastenbrechen in der IHSAN Moschee in der Ansbacher Str. 130
Es war mein erstes Iftar-Essen am 02.03.2026 und ein großes Erlebnis.
Als Pfarrerin im Stadtteil bekam ich die Einladung und freute mich sehr, da wir seit zwei Jahren in Kontakt sind. Angefangen mit dem Spaziergang durch die Weltreligionen im Stadtteil bis zu Gesprächsabenden in der Nikodemusgemeinde und der Moschee.
Dann bat mich Dekan Jürgen Körnlein, ihn zu vertreten und Grüße der gesamten Evangelischen Kirche in Nürnberg zu überbringen.
Und so kam es, dass ich – als einzige Frau – ein kurzes Grußwort sprechen und als Ehrengast neben dem amtierenden Oberbürgermeister Marcus König sitzen durfte - neben verschiedenen Vertreterinnen und Vertretern städtischer und zivilgesellschaftlicher Einrichtungen aus der Nachbarschaft. Wir saßen an einer großen festlich gedeckten Tafel und wurden kulinarisch verwöhnt.
Der Oberbürgermeister sprach davon, wie wichtig es ist, in guter Nachbarschaft zu leben.
Und ich nahm Bezug darauf, dass heuer die christliche Fastenzeit mit dem muslimischen Ramadan zusammenfällt, was äußerst selten ist, und erst 2057 wieder so sein wird. Alle Religionen kennen Zeiten des Fastens, um innenzuhalten und sich neu auszurichten.
So hat diese Einladung die muslimische und die christliche Gemeinschaft wieder ein Stück vertrauter werden lassen und die Sache der Frauen ein kleines Stück weitergebracht.
Unser letzter Begegnungsabend in der Moschee hatte übrigens in der muslimischen community die gleiche positive Resonanz wie bei uns Christen.
Ich bin gespannt, wie wir weitergehen.
Eva Kaplick
